USA-Aufenthalt für Schüler und junge Berufstätige

07.08.2012, Berlin – Der Deutsche Bundestag vergibt im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms im nächsten Programmjahr 2013/2014 voraussichtlich 360 Stipendien für ein Austauschjahr in den USA.

Dieses gemeinsame Programm vom Deutschen Bundestag und dem amerikanischen Kongress besteht bereits seit mehr als 25 Jahren. Ab sofort können sich Schülerinnen, Schüler sowie junge Berufstätige dafür bewerben

285 Schülerinnen und Schüler besuchen in Amerika die High School. 75 junge Berufstätige gehen auf das College und absolvieren anschließend ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb. Das PPP-Stipendium umfasst die Reise-, Programm- sowie notwendige Versicherungskosten. Die Stipendiaten leben in amerikanischen Gastfamilien.

Das Bewerbungsverfahren:
Die Bundestagsabgeordneten nominieren die PPP-Stipendiaten und übernehmen für sie eine Patenschaft. Im Dezember 2012 entscheidet sich, welches Mitglied des Bundestages in einem Wahlkreis parlamentarischer Pate wird. In den 299 Bundestagswahlkreisen stehen etwa 75 Stipendien für Berufstätige und 285 Stipendien für Schüler zur Verfügung. Es kann also nicht in jedem Wahlkreis ein Schüler-Stipendium vergeben werden, entscheidend ist die jeweilige Bewerberlage. Auch kann erst nach Abschluss des Auswahlverfahrens festgelegt werden, in welchem Wahlkreis kein Schülerstipendium vergeben wird. Annette Sawade hat sich um einen der begehrten Patenplätze beworben und sieht gute Chancen zum Zug zu kommen: „Die Bundestagsverwaltung ist bemüht, möglichst vielen Abgeordneten eine Chance zu geben. Daher wechseln die Paten in einem Wahlkreis häufig. Und da ich frisch dabei bin, habe ich gute Chancen dabei zu sein.“

Schülerinnen und Schüler müssen zum Zeitpunkt der Ausreise (31.7.2013) mindestens 15 und dürfen höchstens 17 Jahre alt sein. Junge Berufstätige müssen bis zur Ausreise (31.7.2013) ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben und dürfen zu diesem Zeitpunkt höchstens 24 Jahre alt sein.

Die Bewerbung für ein PPP-Stipendium ist ab sofort mit einer Bewerbungskarte möglich. Diese muss bis spätestens 14. September 2012 bei der für den Wahlkreis zuständigen Austauschorganisation eingegangen sein. Für Sawades Wahlkreis Schwäbisch Hall – Hohenlohe ist dies die Organisation „AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.“ (www.afs.de) für Schülerinnen und Schüler, sowie die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ, www.giz.de) für junge Berufstätige.

Ein Informationsblatt mit der Bewerbungskarte sowie weitere Informationen stellt der Deutsche Bundestag im Internet unter www.bundestag.de/ppp zur Verfügung. Ferner besteht die Möglichkeit diese beim Deutschen Bundestag, Referat WI 4, Platz der Republik 1, 11011 Berlin oder unter ppp@bundestag.de anzufordern.

Auch Gastfamilien gesucht:
Im Rahmen dieses gegenseitigen Austauschprogramms kommen im Sommer 2013 gleich viele amerikanische Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige nach Deutschland. „Ich bitte daher alle Familien, sich zu überlegen, ob sie einen der jungen Gäste aufnehmen können. Als Gastfamilie wird man einer der besten Botschafter, die man sich wünschen kann“, erklärt Sawade. Alleine werden die Gastfamilien dabei natürlich nicht gelassen: sie werden bei ihrem Engagement durch Austauschorganisationen unterstützt. Dabei handelt es sich um die selben Organisationen, die auf für die ausreisenden Schülerinnen und Schüler, sowie junge Berufstätige zuständig sind.