Austausch zum Adelheidstift

27.03.2013, Stuttgart/ Kirchberg (Jagst) – Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Annette Sawade fand die lang geplante große Runde in Sachen Zukunft und Nachnutzung des Kirchberger Adelheidstiftes am gestrigen Dienstag (26.03.2013) in den Räumen des Sozialverbandes VdK in Stuttgart statt.

In ihrer Begrüßung bedankte sich Annette Sawade herzlich für die Gastfreundschaft des VdK, diese Gesprächsrunde in seinen Räumen zu ermöglichen. Zum ersten Mal waren alle Beteiligten an einem Tisch, um miteinander zu sprechen und um den aktuellen Sachstand zu erfahren.

An dem Gespräch nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, der AOK, des VdK, des Müttergenesungswerks, des Sozialministeriums, der Initiative Adelheidstift sowie Bürgermeister Stefan Ohr und der SPD-Landtagsabgeordnete Nikolaos Sakellariou teil.

Das Gespräch fand in sachlicher und konstruktiver Atmosphäre statt. Man tauschte sich zunächst über den aktuellen Stand aus. Dies ergab, dass sich auch nach der Schließung des Adelheidstiftes bisher kein Träger gefunden hat, der kurzfristig die erforderlichen Investitionskosten übernimmt und langfristig den Betrieb des Adelheidstiftes mit den bisherigen Aufgaben – Kuraufenthalte für Mütter und Kinder mit teils schwersten Behinderungen – garantiert. Ein Problem dabei sind auch die allgemeinen Rahmenbedingungen, die auch nach einer Neuaufnahme des Betriebs wieder zu strukturellen Defiziten führen würden.

Man war sich einig, dass diese Gruppe – Mütter mit ihren behinderten Kindern – alle Unterstützung benötigt und keine Versorgungslücke für sie auftreten darf und nach Angaben der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Runden Tisches bisher auch nicht aufgetreten ist. Die betroffenen Mütter können sich an ihre Krankenkasse oder an die Beratungsstellen des Müttergenesungswerkes wenden (Kontakt: www.muettergenesungswerk.de; Info Telefon: 030/33002929).

Als zweiter Punkt wurde die Nachnutzung des Adelheidstiftes diskutiert. Es gibt mittlerweile einige Interessenten, mit denen aber noch weitere Gespräche geführt werden müssen. Hierzu hat das Sozialministerium seine Unterstützung in moderierender und vermittelnder Rolle angeboten. Durch die vielen Netzwerke und Kontakte des Ministeriums wurde dieses Angebot von allen Seiten begrüßt. Es wurde klargestellt, dass Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen – anders als Krankenhäuser – keiner staatlichen Planung unterliegen. Deshalb kann die Landesregierung auf Trägerentscheidungen in diesem Bereich keinen Einfluss nehmen. Alle Beteiligten brachten auch nochmals ihren größten Respekt gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Ausdruck. Diese hätten bereits in der Vergangenheit viele Opfer für das Adelheidstift gebracht. Mit einem Sozialplan wurde versucht das Schlimmste abzufedern.