Annette Sawade engagiert vor Ort

24.05.2013, Wahlkreis – Im Rahmen der SPD Landeskampagne „Aktiv gegen Armut“ besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Annette Sawade den Tafelladen in Öhringen und die Schuppachburg in Schwäbisch Hall.

„Nicht über, sondern mit den Betroffenen sprechen – deshalb habe ich den Tag im Tafelladen und der Schuppachburg verbracht. Wer die Sorgen der Menschen angehen will, muss sie zuerst verstehen“, so die Abgeordnete zu ihrem Ziel für diesen Tag.

Annette Sawade hörte nicht nur zu, sondern packte in Öhringen im Laden kräftig mit an. Zunächst half sie beim Sortieren der Ware, um sie ansprechend in den Auslagen präsentieren zu können.
Es waren überwiegend ältere Menschen, auch viele Männer, denen Annette Sawade beim Einpacken Ihrer Einkäufe half. Unterstützung erhielt Sawade durch die SPD-Kreisrätin Irmgard Kircher-Wieland. Sie kannte viele der Kunden, „alte“ Öhringerinnen und Öhringer, deren Rente nicht ausreicht, um „normal“ einkaufen zu können.

Annette Sawade wurde schnell klar, dass der Tafelladen gebraucht werde. Aber: Auch dieser benötigt weiterhin finanzielle Unterstützung, aufgrund der erheblichen Nebenkosten und der nicht ausreichenden Spenden. Und ohne die 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre der Laden nicht haltbar.

„Eigentlich kaum zu glauben, dass es in Öhringen den Bedarf eines Tafelladens gibt. Aber es ist so, und wir können nur hoffen, dass die Zahl der Bedürftigen nicht noch weiter wächst. Angesichts der vielen prekären Arbeitsverhältnisse ist die Altersarmut vorprogrammiert. Deshalb ist solch ein Angebot für bedürftige Bürgerinnen und Bürger so wichtig. Mein herzlicher Dank gilt allen Spendern der Lebensmittel. An dieser Stelle bitte ich auch darum, die Einrichtung durch Spenden finanziell zu unterstützen“, fasst die Hohenloher Bundestagsabgeordnete ihrer Erlebnisse des Tages zusammen.

Am Nachmittag besuchte Annette Sawade den Tagestreff in der Schuppachburg und den Kelkerturm, die Notunterkunft für Wohnsitzlose in Schwäbisch Hall. Auch hier wurde deutlich, dass die Arbeit ohne die vielen Ehrenamtlichen und die guten Spenden der Bäckereinen und Marktbeschickern nicht möglich ist. Eine sehr gute Einrichtung für Bedürftige, nicht nur durch die günstigen Preise beim Mittagstisch, sondern auch als Kommunikationsmöglichkeit für alleinstehende Menschen. Die Einrichtung der Erlacher Höhe ist durch ihre Größe überschaubar und gibt damit die Möglichkeit der individuellen Betreuung.

Annette Sawade bot dem Leiter Herrn Mayer an, auch mal beim Thekendienst mitzuhelfen, um noch besser mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Insbesondere der Haller Mittagstisch stellt eine gute Gelegenheit dar, mit Menschen in Verbindung zu kommen, die man sonst im Alltag nicht regelmäßig trifft – und vielleicht findet sich dadurch für den einen oder anderen eine dauerhafte Lösung aus der eigenen Notsituation.