Bundestagsmandat für vier Tage

04.06.2013, Berlin – Vom 1. bis 4. Juni fand im Bundestag die Veranstaltung „Jugend und Parlament“ statt. Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Annette Sawade nahm Simon Unbehauen aus Schrozberg an dem diesjährigen Planspiel teil. „Diese vier Tage haben mir gezeigt, dass Politik mehr ist als das bloße Halten einer Rede. Es geht darum sein Gegenüber von den eigenen Ideen und Vorstellungen zu überzeugen. Außerdem war es toll einmal dort Platz nehmen zu dürfen, wo sonst die großen Politiker sitzen. Schließlich dürfen sonst nur Bundestagsabgeordnete in den Plenarsaal“, so Simon Unbehauen.

Insgesamt 312 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet kamen zusammen, um für vier Tage die Rollen von Abgeordneten zu übernehmen und das Erarbeiten von Gesetzesinitiativen zu simulieren. „Bestandteile des Programms waren unter anderem Fraktions- und Ausschusssitzungen sowie eine abschließende Debatte im Plenum. Mehrheiten für Gesetzesentwürfe zu bekommen, ist schon eine Herausforderung“, so die Sozialdemokratin Annette Sawade.

Debattiert wurden Entwürfe zur „Einführung anonymisierter Bewerbungen für Bundesbehörden“, zur „Freistellung bei akutem Pflegebedarf von Familienangehörigen“, zur „Einführung einer PKW-Maut“ sowie zur „Einführung einer Wahlpflicht bei Bundestagswahlen“. Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren lernten dabei die Arbeit der Abgeordneten kennen und versuchten, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Im Anschluss an die Simulation diskutierten die Teilnehmer mit den Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen das Thema „Wahlpflicht – Fluch oder Segen für die parlamentarische Demokratie?“.

Eindrücke vom diesjährigen Planspiel gibt es unter www.mitmischen.de.

Annette Sawade, MdB und Simon Unbehauen bei Rundgang durch den Bundestag

Annette Sawade, MdB und Simon Unbehauen beim Rundgang durch den Bundestag