Zum Tod von Johannes Württemberger

Johannes Württemberger, der Vorsitzende des SPD- Kreisverbands Hohenlohe ist verstorben. Er erlag in der Nacht auf Mittwoch seinem Krebsleiden.

Die SPD in Schwäbisch Hall und Hohenlohe trauert um ihn.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen beiden Kindern und seiner Lebensgefährtin.

Johannes Württemberger, seit seiner Jugend nannten ihn seine Freunde Johnny, schloss sich in jungen Jahren 1982 der SPD an. Den Ausschlag gab das konstruktive Misstrauensvotum, durch das Helmut Schmidt als Bundeskanzler abgelöst worden war. Am Tag darauf trat er mit 20 Jahren der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands bei.

„Ich will die Welt etwas besser machen,“ sagte er einmal. Das ist ihm gelungen. Als Sohn eines evangelischen Pfarrers verband er die christliche Botschaft mit den Werten Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit der Sozialdemokratie. „Es ist sehr wichtig zu wissen, wofür man steht“, war eine seiner Kernbotschaften.

Der soziale Bereich stand auch für sein Berufsleben. Nach der Schule und dem Zivildienst machte er eine Ausbildung im Erziehungsdienst, traf früh Regina, die große Liebe seines Lebens, wurde Vater von Lea und Paul. „Ich danke jeden Tag meines Lebens, dass ich das Glück habe, zwei so tolle Kinder zu haben.“ Dieser Satz hat viele Menschen erst einmal schlucken lassen. Und viele von uns haben sich mit ihm gefreut, ob dieser Tatsache und dieses Glückes. Schon vor Jahren verlor er seine Frau. Um wenige Jahre später noch einmal das Glück zu finden in seiner Lebensgefährtin Heidi.
Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium, das er als alleinerziehender Vater absolviert hatte, kümmerte er sich bis zu seinem Tod um sozial Benachteiligte. Der Einsatz für Langzeitarbeitslose war seine große Stärke. Und mancher Arbeitgeber war fest entschlossen dem kleinen Mann, mit den blauen Augen keinen Jota nachzugeben, wenn er in dessen Betrieb vorgesprochen hatte. Und wunderte sich oft, dass er nach dem Gespräch mit ihm einem Langzeitarbeitslosen eine Chance gab, wieder beruflich auf die Beine zu kommen.

Vor wenigen Monaten erfuhr Johannes, dass er an Krebs erkrankt war. Bis zum Schluss kämpfte er gegen die heimtückische Krankheit. Seine Hoffnung war groß und ungebrochen. Diesen Kampf hat er leider vergangene Woche verloren.

Ich bin sehr traurig, diesen wichtigen und wertvollen Menschen verloren zu haben. Die Erinnerung an ihn ist Verpflichtung in seinem Sinne weiter zu kämpfen.