Last-Minute-Aktion für Steuergerechtigkeit

25.11.13, Künzelsau – Der ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg startete heute eine Last-Minute-Aktion zu den Koalitionsverhandlungen. Annette Sawade unterstützt die Aktion ausdrücklich. Hier gehts zur Meldung auf der Homepage von ver.di und hier gibts die Meldung von ver.di Baden-Württemberg im Originalwortlaut:

Koalitionsverhandlungen – Last-Minute Postkarten-Aktion für Steuergerechtigkeit
25.11.2013

Mit einer Last-Minute Aktion für Steuergerechtigkeit will ver.di Baden-Württemberg vor der entscheidenden Runde der Koalitionsverhandlungen am Mittwoch den Blick der Akteure aus dem Südwesten auf die Einnahmesituation lenken. Mit einer überdimensionalen Postkarte (Bild vom Einwurf siehe Link unten) fordert ver.di im Land die sechs baden-württembergischen Verhandlungsmitglieder der großen Koalitionsrunde nochmals nachdrücklich auf, den Weg für Steuererhöhungen für Spitzenverdiener und Vermögende freizumachen, um die zu Recht von den Koalitionären als dringend notwendig identifizierten Maßnahmen zu finanzieren und um wenigstens etwas mehr Verteilungsgerechtigkeit herzustellen.

„Bessere Krankenhausfinanzierung, Mütterrente und Mindestrente, Ausbau der sozialen Infrastruktur und Bildung, alles ist finanzierbar, wenn die Einnahmen verbessert werden“, so die baden-württembergische ver.di Landesbezirksleiterin Leni Breymaier.

ver.di Baden-Württemberg befürchtet, dass am Mittwoch in den abschließenden Beratungen der Koalitionäre, die in den letzten Wochen zum Teil sichtbar gewordenen Bausteine eines Wechsels hin zu einer sozialeren Politik dem Rotstift zum Opfer fallen. Anstatt gute Ansätze für eine arbeitnehmerfreundlichere Gestaltung der Rahmenbedingungen unter einen Finanzierungsvorbehalt zu stellen, fordert ver.di die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes.

Breymaier: „Geld ist genug da für gute Politik. Mit etwas höheren Steuern für die oberen fünf Prozent im Land müssen diese auf Nichts verzichten und unser Land wird ein Stück gerechter und besser für zig Millionen Menschen.“

9.856.049.675.793 Euro zeigte die Vermögensuhr des ver.di Landesbezirks heute Morgen um zehn Uhr für das private Nettovermögen in Deutschland an, Zuname 9181 Euro pro Sekunde. Zum Vergleich: Die Staatsschulden wachsen mit 634 Euro pro Sekunde gut 15 Mal langsamer und liegen derzeit bei 2,1 Billionen Euro.

Zur freien Verwendung:
Foto des Postkarteneinwurfs in den Briefkasten (Vorder- und Rückseite)
https://bawue.verdi.de/++file++529313096f6844168000036a/download/DSC00466.JPG
https://bawue.verdi.de/++file++5293132d6f68441680000380/download/DSC00467.JPG

PDF der Postkarte
https://bawue.verdi.de/++file++5293016e890e9b48030002f1/download/Postkarte_Geld%20ist%20genug%20da.pdf

Link zur Vermögensuhr:
http://vermoegensteuerjetzt.de/vermoegensuhr/

Die Postkarte ging an die baden-württembergischen Mitglieder in der großen Verhandlungsrunde:
Geschäftsführender Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble MdB
Fraktionsvorsitzender Volker Kauder MdB
CDU Landesvorsitzender Thomas Strobl MdB
Annette Widmann-Mauz MdB
Landesfinanz- und Wirtschafsminister und SPD Landesvorsitzender Nils Schmid MdL
Ute Vogt MdB