Ausweitung der Lkw-Maut entlastet

08.05.2014, Berlin – Wenn Bundesstraßen der Mautpflicht unterliegen, verlagert sich der Lkw-Verkehr zurück auf die Autobahnen. Das entlastet Mensch und Umwelt und erhöht die Verkehrssicherheit. Die Länder müssen bei der langfristigen Auswertung der Verkehrszahlen mitwirken, erklärt Sebastian Hartmann, zuständiger Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion.

„Die Lkw-Maut auf Autobahnen und vierspurigen Bundesstraßen hat nicht zu einer flächendeckenden Verkehrsverlagerung auf Landes- und Gemeindestraßen geführt. Das bestätigt der neueste Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur mautbedingten Verkehrsentwicklung.

Besonders interessant ist die Entwicklung bei den Bundesstraßen, an denen seit 2012 ebenfalls Maut erhoben wird: Während von dort nur 0,02 Prozent des Lkw-Verkehrs auf nachgeordnete Straßen ausgewichen sind, gehen bei 1,5 Prozent der Strecken mehr als 50 Lkw pro Tag zurück auf die Autobahn. Mautfreie Landesstraßen sind also keine Ersatzrouten für Mautflüchtlinge. Diesem häufig geäußerten Verdacht fehlt die Grundlage.

Die Mauterhebung auf Bundesstraßen ist damit nicht nur ein finanzieller Gewinn, sondern es entlastet auch Mensch und Umwelt und erhöht die Verkehrssicherheit.

Wir müssen langfristig beobachten, wie sich der Verkehr entwickelt. Der Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe wird alle drei Jahre erneuert. Ab 1.7.2018 entsteht eine neue Situation: Wir wollen dann auf allen außerörtlichen Bundesstraßen eine Lkw-Maut erheben. Wie sich diese Einführung der Maut auf zusätzlichen 30.000 Streckenkilometern auswirkt, muss mit zusätzlichen Zählstellen auf dem nachgeordneten Netz regelmäßig geprüft werden – hier sind die Länder gefordert, bei der Erfassung und Auswertung der Verkehrszahlen mitzuwirken.“