Infrastruktur auf Kante genäht

11.06.2014, Berlin – Um den Verkehrszuwachs in den kommenden 20 Jahren zu bewältigen, brauchen wir erhebliche Anstrengungen bei Modernisierung und Ausbau unserer Infrastruktur. Die neue Verkehrsprognose bis 2030 sagt eine massive Zunahme insbesondere im Bereich des Güterverkehrs voraus. Davon betroffen ist vor allem die Bahn – so Kirsten Lühmann, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. Sie führt weiter aus:

„Allein auf den Schienenwegen werden wir bis 2030 gut ein Drittel mehr an Kapazitäten für den Güterverkehr benötigen. Insgesamt nimmt die Verkehrsleistung im Güterverkehr laut aktueller Prognose des Bundesverkehrsministeriums um 38 Prozent zu.

Grund ist die weiterhin hohe Dynamik des internationalen Handels, die insbesondere zu einer Zunahme des grenzüberschreitenden Transportsund Transitverkehrs führen wird. Aber auch die Verkehrsleistung des Binnengüterverkehrs wird aufgrund des Wirtschaftswachstums steigen.

Die Prognose zeigt, dass das Programm des Verkehrsministers zur besseren Bahnanbindung an die deutschen Seehäfen – der Ausbau der Hafen-Hinterlandanbindungen – ein Schritt in die richtige Richtung ist. Sie gibt aber auch Hinweise darauf, dass mehr Investitionen in die Schienenwege erforderlich sind als bisher geplant.

Auch im Luftverkehr sagt die Untersuchung große Zunahmen voraus. Deshalb benötigen wir ein Konzept, das die richtigen Rahmenbedingungen für dieses Wachstum setzt. Voraussetzung dafür ist eine breite Akzeptanz der Luftverkehrswirtschaft bei den Menschen. Diese werden wir nur durch stärkere Einbindung der Betroffenen zum Beispiel beim Thema Lärmschutz erreichen.“