Verkehr digital

21.08.2014, Berlin – Freie Fahrt statt Stop-and-go – das schont nicht nur die Nerven der Autofahrer, sondern bedeutet auch weniger Unfälle, weniger CO2-Ausstoß, weniger Belastung von Straßen. Eine kluge Lenkung von Verkehrsströmen wird dies in Zukunft ermöglichen. Voraussetzung dafür sind entsprechende digitale Infrastrukturen, so Kirsten Lühmann, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. Sie führt weiter aus:

„Die Digitale Agenda der Bundesregierung hebt die Telematik als einen zentralen Baustein der zukünftigen Verkehrsplanung heraus und setzt mit dem Breitbandausbau ein wichtiges Ziel, um auch die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.

Netzbeeinflussungsanlagen, die den Verkehr bei Überlastungen auf der Hauptstrecke auf weniger belastete Alternativstrecken lenken, Bremsassistenten, die Auffahrunfälle vermeiden, Reservierung von Parkplätzen für LKWs – dies alles ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Wie der weltweit größte Feldversuch in Frankfurt ergeben hat, bringen intelligente Verkehrssysteme einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von insgesamt zehn Milliarden Euro pro Jahr.

Eine bessere Kapazitätsauslastung von Straßen und Rastplätzen verringert den Ausbaubedarf. Damit wird die Telematik auch ein wichtiges Instrument, um dem steigenden Verkehrsaufkommen Herr zu werden, das die Verkehrsprognose 2030 identifiziert hat.

Um die massenhafte Kommunikation von Fahrzeugen, Infrastruktur und Verkehrszentralen zu ermöglichen, müssen aber auch entsprechende technische Voraussetzungen geschaffen werden. Der Ausbau der Breitbandnetze ist ein wesentlicher Faktor dabei.“