Mobilität bedeutet gesellschaftliche Teilhabe

06.04.2017, Schwäbisch Hall – Der von Annette Sawade initiierte „Runde Tisch Verkehrliche Infrastruktur in Schwäbisch Hall-Hohenlohe“ verabschiedete eine Resolution, die Forderungen für eine Verbesserung der Mobilität in der Region in den Mittelpunkt stellt.
„Die Resolution stellt dabei als Kerngedanke die vernetze Mobilität für Alle heraus. Wir können nicht länger „nur“ an die Straße, „nur“ an die Schiene, „nur“ an den ÖPNV denken. Wir müssen alle Systeme vernetzt im Verbund betrachten. Wir müssen auch neue Angebote betrachten und wir müssen alternative Angebote, wie etwa Kombibusse oder Carsharing viel stärker zulassen und miteinbeziehen“, fasst die SPD-Bundestagsabgeordnete Annette Sawade die Resolution zusammen.
Insgesamt sieben Mal traf sich der Runde Tisch seit Dezember 2013, um mit allen Verantwortlichen aus den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe die verkehrliche Infrastruktur der Region zu besprechen. Neben Gastbeiträgen von Referenten wie Sven Hantel, dem Landesbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg oder der damaligen Staatssekretärin im Verkehrsministerium, Gisela Splett, MdL, informierte Annette Sawade auch regelmäßig aus Berlin.
„Ich freue mich, dass der Runde Tisch einen solchen Zulauf und Zuspruch erfahren hat. Hier kamen Menschen zusammen, die sonst nicht zusammen über Mobilität gesprochen hätten. Ich finde, dies ist ein kleiner Erfolg, der sich auch in der Resolution abbildet“, erklärt die Verkehrspolitikerin Annette Sawade.
Zu den fünf Forderungen der Resolution zählt auch die, die Bahnhöfe der Region zu modernisieren und barrierefrei zu gestalten. Annette Sawade spricht sich dabei für eine „Mobilität für Alle“ aus: „Barrierefreiheit muss dabei in all ihren Facetten gesehen werden. Wir wollen eine „Mobilität für Alle“. Von Barrierefreiheit profitieren nämlich auch alle. Menschen, die mit Rollatoren unterwegs sind, Familien mit Kinderwägen oder selbst, wenn man mit dem Koffer auf dem Weg in den Urlaub ist. Dabei geht es auch nicht nur um den Zugang zum Zug oder dem Bus, sondern auch um Anzeigen an den Haltestellen oder das Lösen der Tickets. Mobilität darf keine gesellschaftliche Gruppe ausschließen und muss den ganzen Weg im Blick haben, nicht nur den Zustieg zum Transportmittel.“
Begleitet werden diese Punkte mit Forderungen, die Infrastruktur auszubauen und dem Bedarf anzupassen. Etwa bei der B19 zwischen Künzelsau-Gaisbach und dem Abzweig zur Haller Westumgehung. Oder beim Ausbau der Hohenlohebahn und der Murrbahn.
„All dies bringt uns wieder zurück auf den Einstiegsgedanken der Resolution: wir müssen Mobilität in der Gesamtheit betrachten, nicht getrennt voneinander, als hätten die einzelnen Systeme nichts miteinander zu tun. Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Gedanke weiter seine Kreise zieht und immer mehr Beachtung findet. Ich persönlich freue mich schon darauf, an diesem Punkt mit einer neuen Reihe Runder Tische in der nächsten Legislaturperiode fortfahren zu können“, so Annette Sawade abschließend.

Hier die Resolution zum nachlesen