Schienenlärmschutz der Zukunft

16.05.2017, Berlin – Auf Einladung der SPD-Verkehrspolitikerin Annette Sawade tagten gestern verschiedene Experten zum Thema Schienenlärm. Sowohl Vertreter von Verbänden, Bürgerinitiativen, Unternehmen und der Wissenschaft, so wie auch Ministeriumsmitarbeiter diskutierten darüber, wie der Schienenlärmschutz der Zukunft gestaltet werden kann.
„Ab 2020 fahren in Deutschland keine lauten Güterzüge mehr, trotzdem müssen wir uns darüber Gedanken machen, wie der Schienenverkehr noch leiser werden kann. Deshalb ist es gut, dass alle Beteiligten zu einem fundierten Fachgespräch zusammengekommen sind“, bekräftigt Annette Sawade, die für Schienenlärmschutz zuständige Berichterstatterin der SPD-Fraktion.
Neben der Komplexität des Themas wurden auch die unterschiedlichen Interessenslagen deutlich: In Zukunft spielen sowohl die gesundheitlichen Risiken von Schallemissionen, als auch die Wirtschaftlichkeit im Schienengüterverkehr eine größere Rolle. Die Forschung betrachtet häufig nur die Minderung des Schienenverschleißes, Ergebnisse im Sinne Lärmreduzierung entstehen dabei oft nur als Mitnahmeeffekte. Wir benötigen eine Forschungseinrichtung des Bundes für Schienen analog zur Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).
Alle Teilnehmer begrüßten den zustande gekommenen Dialog und wünschen sich für die Zukunft weitere Gespräche in großer Runde.


Frau Prof. Dr.-Ing. Corinna Salander von der Universität Stuttgart spricht zum Thema Digitalisierung und Schienenverkehrslärm.