28-01-2011 08:32 von Annette Sawade
und das bei 100 Jahre Frauentag
ohne weiteren Kommentar, in der Hoffnung, dass "Mann" endlich klug wird:
"Wo bleibt Bertha?", fragt sich unterdessen Angela
Elis. Die Fernsehmoderatorin (Wissenschaftsmagazin "Nano" auf 3Sat)
hat ein Buch über die Frau von Carl Benz geschrieben ("Mein Traum ist
länger als die Nacht. Wie Bertha Benz ihren Mann zu Weltruhm fuhr.") Nach
zwei Jahren Recherche ist die Autorin überzeugt: "Ohne Bertha hätte er das
Automobil wohl nicht erfunden." Sie habe mit der lebensgefährlichen und
noch dazu eigentlich verbotenen ersten Fernfahrt im August 1888 von Mannheim
nach Pforzheim zum Siegeszug des neuen Fortbewegungsmittels entscheidend
beigetragen. Und doch komme Bertha Benz in der Historie des Automobils so gut
wie gar nicht vor - dabei habe sie von Anfang an ihren Mann nicht nur ideell,
sondern vor allem auch finanziell unterstützt.
"Dieses Wissen ist verloren gegangen." Das Potenzial der "extrem
modernen Frau" sei noch nicht gehoben, meint Angela Elis, die Automobilbranche
sei eben immer noch eine Männerdomäne"